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Bitcoin & Co: Steuern auf Gewinne mit Kryptowährungen

steuern finanzamt
© wsf-f / fotolia.com

Wer Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum kauft, hat in der Regel das Ziel, sein einge­setztes Geld zu vermehren. Wenn dieses Vorhaben gelingt, stellt sich jedoch ganz schnell die Frage, ob man seinen Gewinn komplett behalten darf oder ob noch Steuern gezahlt werden müssen.

Wer gehofft hat, dass man als Privat­person bei Gewinnen aus dem Handel mit digi­talen Währungen grund­sätz­lich keine Steuern zahlen muss, liegt leider falsch. Ganz im Gegen­teil: Bei einem durch Kurs­stei­gerungen erzielten Gewinn muss immer geprüft werden, ob der Gewinn versteuert muss.

In einer Veröffent­lichung zu virtuellen Währungen hat die BaFin Krypto­währungen als Finanz­instru­mente einge­stuft, die zwar keine gesetz­lichen Zahlungs­mittel dar­stellen, aber dennoch mit Devisen (Fremd­währungen) zu vergleichen sind.

Aus diesem Vergleich der BaFin schluss­folgern wir, dass Gewinne aus dem Handel mit Krypto­währungen genauso besteuert werden, wie Gewinne, die mit Fremd­währungs­gut­haben erzielt wurden. Das bedeutet, dass ein Verkauf einer Krypto­währung wie Bitcoin, Ethereum oder Ripple einem privaten Veräußerungs­geschäft nach § 23 EStG entspricht.

Wichtiger Hinweis: Der Kauf von Krypto­währungen birgt sehr hohe Risiken. Dieser Artikel stellt weder eine Anlage­beratung noch eine Steuer­beratung dar. Wir äußern hier nur unsere Meinung zum Thema "Besteuerung von Krypto­währungen wie Bitcoin und Ethereum". Für eine verbind­liche Auskunft fragen Sie Ihren Steuer­berater oder das Finanz­amt.

Was bedeutet eine Besteuerung nach § 23 EStG konkret? Zum einen bedeutet dies, dass Gewinne, falls diese zu versteuern sind, immer mit dem persön­lichen Einkommen­steuer­satz (maximal 45 %) besteuert werden. Dieser Steuer­satz hängt also von Ihrem normalen Einkommen ab - je mehr Sie verdienen, desto höher ist der Steuer­satz. Hinzu kommen noch der Soli­dari­täts­zuschlag von 5,5 % und ggf. die Kirchen­steuer.

Doch wann wären demnach Gewinne aus dem Handel mit Krypto­währungen über­haupt steuer­pflichtig? Hier werden drei Fälle unter­schieden und nur in einem dieser Fälle müssen Sie Steuern bezahlen:

  • 1) Zwischen Kauf und Verkauf der digi­talen Währung liegt ein Zeit­raum von mehr als einem Jahr. In diesem Fall zahlen Sie auf Ihre reali­sierten Kurs­gewinne keine Steuern.
  • 2) Der aus privaten Veräußerungs­geschäften im Kalen­der­jahr erzielte Gesamt­gewinn beträgt weniger als 600 Euro. Bleiben Sie mit allen Ihren priva­ten Ver­äußer­ungs­geschäften unter dieser Grenze, zahlen Sie eben­falls keine Steuern.
  • 3) Zwischen Anschaffung und Veräußerung der Krypto­währung vergeht weniger als ein Jahr und Ihr Gesamt­gewinn aus priva­ten Ver­äußer­ungs­geschäften beträgt mehr als 600 Euro im betreffenden Steuer­jahr. In diesem Fall ist Ihr gesam­ter Gewinn steuer­pflichtig, auch die ersten 600 Euro.

Beim Kauf von Bitcoin, Ethereum, Ripple oder anderen Krypto­währungen wissen Sie in der Regel nicht sicher, ob Sie diese mindestens ein Jahr halten werden und natür­lich auch nicht, wie hoch Ihr Gewinn sein wird. Deswegen sollten Sie grund­sätz­lich davon aus­gehen, dass der Verkauf even­tuell steuer­pflichtig sein wird.

Damit Sie oder ein Steuer­berater Ihre Gewinne später korrekt ermitteln können, sollten Sie sich jeden ein­zelnen Währungs­tausch notieren. Gut geeignet ist dafür ein Tabellen­kalku­lations­programm wie Excel für Windows und Numbers für Apple-Geräte.

Beispiel: Sie kaufen heute an einer Börse für 1100 Euro 1 Ethe­reum und morgen für 0,5 Ethereum 250 Ripple, dann notieren Sie dies in zwei Zeilen als 2 Währungs­tausch­geschäfte. Zuerst tauschen Sie Euro gegen Ethereum (Verkauf von Euro, Kauf von Ethereum). Danach tauschen Sie Ethereum gegen Ripple (Verkauf von Ethereum, Kauf von Ripple). In diesem Beispiel haben Sie nach einem Tag bereits Ihren ersten even­tuell steuer­pflich­tigen Verkauf getätigt, näm­lich den von 0,5 Ethereum.

Wir empfehlen jeweils Datum, Uhrzeit und die Beträge der verkauften Währung sowie der gekauften Währung zu notieren. Ggf. anfallende Gebühren sollten Sie auch aufschreiben. Nur so behalten Sie den Über­blick, den Sie brauchen, um im Folge­jahr dem Finanz­amt gegen­über korrekte Angaben machen zu können.

Gewinne oder auch Verluste (für einen Verlust­vortrag) werden in der Steuer­erklärung in der Anlage SO eingetragen. Wir empfehlen die Liste der Trans­aktionen der Steuer­erklärung beizulegen oder wenig­stens bereit­zuhalten für den Fall, dass das Finanz­amt nachfragt.

Mit diesem Vorgehen ist man aus unserer Sicht auf der sicheren Seite und muss nicht befür­chten irgend­wann mal hohe Steuer­nach­for­derungen oder Schlimmeres vom Finanzamt zu erhalten.

Tipp: Sie können auch die Tools von CoinTracking* nutzen, um alle Ihre Trans­aktionen zu speichern und am Ende des Jahres einen Steuer­report zu expor­tieren.

Was ist Cointracking? Coin­tracking ist ein Münchner Unter­nehmen, das einen Online-Service zur Verfügung stellt, der dabei helfen soll einen Über­blick über Trans­aktionen im Bereich der Krypto­währungen zu behalten.

Was uns an Coin­tracking beim Test beson­ders gefallen hat, ist dass man seine Trades von vielen ver­schie­denen Krypto­börsen (u.a. Coinbase, GDAX, Bitcoin.de, Binance, Bittrex, Kraken oder Poloniex) impor­tieren kann. Fast genauso einfach ist es eine Trans­aktion manuell einzu­tragen, falls es wie z. B. bei der Börse Lite­Bit keinen Import gibt. Hat man alle seine Trades dort angelegt, sieht man sein gesamtes Port­folio an Coins in einem schönen Über­blick und kann die Wert­ent­wick­lung jeden Tag beobachten.

Möchten Sie einen Export für die Steuer­erklärung erstellen, geht dies auch mit wenigen Klicks. Sie wählen das Steuerjahr und die Methode (wie z. B. Fifo = First In , First Out) aus und das Pro­gramm sagt Ihnen für jeden ein­zel­nen Verkauf wie hoch der Gewinn oder Verlust in Euro war. Außer­dem wird auch berech­net, wie lange die jeweilige Währung gehal­ten und ob ein Jahr über­schritten wurde und damit keine Steuer anfällt.

Der Service ist für bis zu 200 Trans­ak­tionen komplett kosten­los. Möchte man seinen Account jedoch auf die "PRO" und "Unlimited" Version hoch­stufen, muss man dafür bezahlen. Sollten Sie sich für die Nutzung von CoinTracking* ent­scheiden und irgend­wann auf eine kosten­pflich­tige Variante wech­seln, dann erhal­ten Sie 10 % Rabatt, falls Sie sich über den Link auf dieser Web­site bei Coin­tracking registriert haben.

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