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Wallets für Kryptowährungen

geldbörse mit kryptowährungen bitcoins
© Lukas Gojda / fotolia.com

Wenn es um den Handel mit Krypto­währungen geht, dann ist häufig von soge­nannten Wallets die Rede. Doch was ist das eigent­lich und wofür braucht man eine Wallet?

Eine Wallet ist eine Art digitale Geldbörse für Krypto­währungen. Wenn Sie eine Wallet besitzen, dann können Sie damit

  • Kryptowährungen empfangen (von anderen Personen oder von belie­bigen Börsen)
  • Kryptowährungen aufbe­wahren (egal, ob nur für ein paar Sekunden oder über viele Jahre)
  • Kryptowährungen versenden (an andere Personen, an Börsen, an Händler usw.).

Dabei ist eine Wallet immer nur für eine Währung da. Mit einer Bitcoin-Wallet können Sie entspre­chend Bitcoins empfangen, Bitcoins aufbe­wahren und Bitcoins verse­nden. Sie können mit einer Bitcoin-Wallet, aber keine Ether oder Lite­coin empfangen. Sollten Sie das versuchen, gehen die gesen­deten Coins sehr wahr­schein­lich verloren.

Wichtiger Hinweis: Der Kauf von Krypto­währungen birgt sehr hohe Risiken. Bitte beachten Sie, dass die Verant­wortung für den Handel mit Krypto­währungen aus­schließ­lich in Ihrer Verant­wortung liegt. Wer am Kauf von Krypto­währungen oder an Wallets für Krypto­währungen interes­siert ist, erhält von uns nur eine Orien­tierungs­hilfe.

Insofern ist eine Wallet zwar mit einer Geld­börse vergleich­bar, aber eben deut­lich kompli­zierter als ein echter Geld­beutel. Währungen rein­legen, aufbe­wahren und wieder raus­nehmen ist bei einem normalen Port­monee kein Problem. Möchten Sie das gleiche jedoch bei einer Wallet für Krypto­währungen machen, funktioniert das etwas anders.

Um Coins an eine Wallet zu senden, müssen diese an die Adresse der Wallet geschickt werden. Eine Adresse ist eine lange Kette aus Buch­staben und Zahlen und sieht z. B. für eine Ethereum-Wallet unge­fähr so aus: "0xBc8e48e9f3bBb4­A1227­eb0e1327­C6600d­B27b2A3".

Eine korrekte Adresse gehört immer zu genau einer Wallet. Dadurch können Coins, die Sie über­tragen möchten, einer Wallet ein­deutig zuge­ordnet werden.

Folgendes sollten Sie beachten, wenn Sie Krypto­währungen, egal ob z. B. Bitcoin, Ethereum, Ripple, Monero, Stellar oder Cardano, zwischen Wallets hin und her trans­ferieren möchten:

  • Wenn Sie Währungen an Ihre Wallet schicken (z. B. von einer Börse) dann senden Sie Bitcoin nur an Bitcoin-Adressen, Ripple nur an Ripple-Adressen, Litecoin nur an Litecoin-Adressen usw. Sollten Sie die Adressen verwech­seln, können Sie Ihre Coins verlieren.
  • Prüfen Sie beim Senden von Wäh­rungen doppelt, ob Sie die Coins an die richtige Adresse senden. Sie dürfen kein Zeichen der Adresse aus Ver­sehen löschen oder eins hinzu­fügen. Wenn Sie sich bei diesem Vor­gang nicht sicher sind, senden Sie (als Test) zuerst immer nur einen kleinen Betrag.
  • Möchten Sie Währungen länger in Ihrer Wallet aufbe­wahren, dann wählen Sie eine mög­lichst sichere Wallet. Und, min­destens genauso wichtig, verlieren Sie Ihr Pass­wort nicht. Denn, wenn Sie kein Passwort mehr haben, dann haben Sie keinen Zugriff mehr auf Ihre Coins.
  • Wenn Sie Krypto­währungen aus Ihrer Wallet versen­den, dann achten Sie auf die Gebühren. Geld aus einem Port­monee rauszu­nehmen kostet in der Regel gar nichts. Coins aus Ihrer Wallet zu versen­den kostet manch­mal fast gar nichts, kann aber auch mal (unab­hängig vom gesen­deten Betrag) 10 Euro oder mehr kosten.

Aber wie kommt man eigent­lich an so eine Wallet? Es gibt verschie­dene Arten von Wallets. An Online-Wallets kommt man oft ohne was Besonderes dafür zu tun. Wenn Sie sich beispiels­weise bei einer Krypto-Börse, wie Coinbase*, Binance*, Poloniex* oder KuCoin* anmelden, dann stehen Ihnen dadurch sofort Wallets für diverse Krypto­währungen zur Verfügung.

Die vier oben genannten Börsen stellen Ihnen für alle Krypto­währungen, die dort jeweils gehandelt werden, soge­nannte Online-Wallets zur Verfügung. Wählen Sie dort Coins aus und kaufen diese, dann landen die digi­talen Münzen nach dem Kauf zunächst in so einer Wallet. Das ist prak­tisch und erleich­tert die ersten Schritte im Handel mit Krypto­währungen.

Aber leider sind Krypto­börsen auch inte­res­sante Angriffs­ziele für Hacker. Außer­dem kann man nie ganz sicher sein, ob man jeder Börse dauer­haft vertrauen kann. Deswegen empfehlen wir, die Online-Wallets der Börsen nur für den Handel mit Krypto­währungen zu nutzen.

Zur dauerhaften Spei­cherung von gekauften Währungen hin­gegen, sind Online-Wallets nicht die beste Lösung. Statt­dessen sollten Sie sich eine Wallet besorgen, zu der nur Sie den "private key", also den privaten Schlüssel, haben.

Der private Schlüssel (den Sie sich als lange Kette aus Zahlen und Buch­staben vorstellen können) ist immer erfor­der­lich, wenn man auf die Coins in einer Wallet zugreifen möchte. Das heißt, um mit den Coins etwas zu bezahlen oder diese einfach nur an eine andere Wallet zu senden, benötigt man diesen Schlüssel.

Bei den Online-Wallets der Krypto­börsen besitzen nur die Börsen diesen privaten Schlüssel. Besser ist es, wenn Sie für Ihre Coins den privaten Schlüssel besitzen und diesen natür­lich auch sicher aufbe­wahren.

Viele Krypto­währungen haben eigene Web­sites, auf denen sie Software-Wallets zum Down­load anbieten. Diese können Sie auf Ihrem PC oder Smart­phone instal­lieren und dafür nutzen, um Währungen zu empfangen, zu speichern oder mit Ihren Währungen etwas zu bezahlen. Die privaten Schlüssel gehören dann Ihnen.

Eine, aus unserer Sicht jedoch deut­lich besser gegen Schad­soft­ware gesicherte Variante, sind soge­nannte Hardware-Wallets. Denn bei diesen Wallets haben Sie ein externes Gerät, mit dessen Hilfe Sie Ihre Coins komplett verwalten können.

Das Gute ist, dass ein Hacker an eine Hardware-Wallet nur heran­kommt, wenn er bei Ihnen ein­bricht. Sie hin­gegen haben die Hardware-Wallet z. B. neben dem Laptop liegen und können mit den darauf gespei­cherten privaten Schlüsseln und einem zusätz­lichen Pin-Code auf Ihre Krypto­währungen zugreifen.

Ledger Nano S Hardware Wallet
Hardware-Wallet: Ledger Nano S

Zum Test so einer Hardware-Wallet haben wir uns das Ledger Nano S* bestellt, weil dieses vergleichs­weise viele Währungen managen kann und auch preis­lich attraktiv ist. Folgende Krypto­währungen können Sie damit unter anderem verwalten:

  • Bitcoin (BTC), Litecoin (LTC), Ethereum (ETH), Stellar (XLM), Dash, Ripple (XRP), Dogecoin (DOGE), Stratis (STRAT), Bitcoin Cash (BCH), Ark, Zcash (ZEC), Viacoin (VIA), Vert­coin (VTC), NEO, Digibyte (DGB), Pivx, Expanse (EXP) und Qtum

Hinzu kommen sehr viele ERC-20-Token, die über Website MyEtherWallet in Kombi­na­tion mit dem Ledger Nano S aufge­rufen und genutzt werden können. Beispiele für solche ERC-20-Token sind (um nur eine sehr kleine Auswahl zu nennen):

  • Golem (GNT), OmiseGo (OMG), DENT, Dragon­chain (DRGN), Aigang (AIX), Tron (TRX), Uni­koin Gold (UKG), Request Network (REQ), Basic Atten­tion Token (BAT), Feather­coin (FTC), WaBi, Chrono­bank (TIME), AppCoins (APPC), Humaniq (HMQ) oder Po.et (POE)

Die Hardware-Wallet Ledger Nano S* hat uns überzeugt, weil sie mit einer gut verständ­lichen Anleitung gelie­fert wurde und beim Test mit verschie­denen Wäh­rungen alles problem­los funktio­niert hat. Die Benutzung im Alltag sieht kurz zusammen­gefasst so aus:

  • 1) Ledger Nano S an USB-Port anschließen und mit einer indi­vi­duellen bis zu 8-stelligen Pin entsperren
  • 2) Zur Währung passende Wallet (z. B. Ethereum Wallet) auf dem Ledger öffnen (muss vorher über den Ledger Manager von Chrome instal­liert werden)
  • 3) Zur Währung passende Wallet am PC öffnen (kann für die meisten Währungen auch als App über Chrome instal­liert werden)
  • 4) Über die Wallet am PC Coins senden oder empfangen (Empfangs­adresse wird einge­blendet)
  • 5) Ledger Nano S wieder vom PC trennen

Die Verwendung im Alltag ist relativ prak­tisch, da man neben dem Gerät selbst und ein paar kosten­losen Apps des Chrome-Browsers nichts mehr benötigt.

Darüber hinaus erzeugt das Gerät im Verlauf der Ein­rich­tung einen indi­vi­duellen Sicher­heits­schlüssel (bestehend aus 24 Wörtern). Mit diesem Schlüssel ist es möglich alle Coins zu retten, für den Fall, dass Sie Ihre Pin vergessen oder auch für den Fall, dass das Ledger Nano S mal nicht mehr funk­tio­nieren sollte.

Natürlich müssen Sie sowohl das Gerät als auch den 24-Wort-Schlüssel sicher vor Diebstahl und Verlust schützen. Falls Sie sich die Pin zum Gerät aufschreiben, sollte auch dieser Zettel nicht ver­loren gehen oder in falsche Hände geraten. Denken Sie immer daran, dass es hier um Ihr Geld geht, das bei zu wenig Acht­sam­keit plötz­lich einfach weg sein könnte.

Hinweis: Wenn Sie das Ledger Nano S kaufen möchten, empfehlen wir den direkten Kauf über den franzö­sischen Her­steller Ledger*. Alternativ, um die Lieferung vielleicht auch ein oder zwei Tage früher zu bekommen, können Sie das Gerät auch bei Amazon* bestellen.

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